Arbeitslose

©: Bundesagentur für Arbeit

Der Schritt aus der Arbeitslosigkeit in die berufliche Selbständigkeit bietet eine Menge Chancen, birgt aber auch Risiken. Überlegen Sie genau, ob Sie für die Selbstständigkeit geschaffen sind und nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um sich sorgfältig vorzubereiten.

Lotsendienste
Die Lotsen helfen Ihnen bei der Klärung von Fragen vor der Gründung und begleiten Sie nach dem Unternehmensstart bei Ihren ersten Schritten als Unternehmerin oder Unternehmer. Einen Lotsendienst finden Sie in jeder Region des Landes Brandenburg.

Bundesagentur für Arbeit
Bevor Sie sich entschließen, eine Existenz zu gründen, lassen Sie sich am besten umfassend beraten. Im Gespräch mit Ihrer Vermittlungsfachkraft lässt sich vieles klären.

Existenzgründungskurse belegen
Zusätzlich zu den Beratungsangeboten ist es wichtig, einen Lehrgang zur Existenzgründung zu belegen. Zur Realisierung Ihrer Geschäftsidee brauchen Sie nämlich Kenntnisse - etwa zu Rechtsformen oder den Pflichten eines Unternehmers. Existenzgründungsseminare werden zum Beispiel von Agenturen für Arbeit, Industrie- und Handelskammern (IHK) oder Handwerkskammern (HWK) angeboten.

Finanzielle Hilfen ausloten

Sind Sie arbeitslos und beziehen Arbeitslosengeld, können Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit einen Gründungszuschuss beantragen. Diese Förderung können Sie erhalten, wenn Sie eine selbstständige, hauptberufliche Tätigkeit aufnehmen und dadurch die Arbeitslosigkeit beenden. Eine Voraussetzung ist, dass Sie zum Zeitpunkt der Gründung noch mindestens 150 Tage Restanspruch auf Arbeitslosengeld  haben.

Wenn Sie Grundsicherung erhalten, können Sie bei Ihrem Jobcenter Einstiegsgeld und Leistungen zur Eingliederung von Selbstständigen beantragen. Das Einstiegsgeld ist ein Zuschuss zum Arbeitslosengeld II. Sie können es bekommen, wenn Sie eine selbstständige Tätigkeit oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen. Wenn Sie Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II parallel beziehen, sind Sie von der Förderung ausgenommen.

Wer einen Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld beantragen möchte, muss beispielsweise folgende Unterlagen vorlegen:

  • einen Businessplan,
  • die Stellungnahme einer fachkundigen Stelle (IHK, HWK, Unternehmensberatung, Bank) zu dem Vorhaben (Tragfähigkeitsprüfung),
  • den Nachweis von Kenntnissen zur Ausübung der selbstständigen Tätigkeit, etwa durch einen Lehrgang für Existenzgründerinnen und -gründer,
  • die Anmeldebescheinigung der selbstständigen Tätigkeit vom Gewerbeamt.

Aber auch wer nicht aus einer Arbeitslosigkeit heraus gründet, benötigt eine positive Bewertung des Businessplanes, da Banken nur dann Mittel bereitstellen werden, wenn dieser Erfolg verspricht.

Weiterführende Links

Letzte Aktualisierung: 14.08.2018

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg

Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

E-Mail: Gründungsnetz